Ist der Eisprung spürbar?

Kalender mit Schwangerschaftstest
Der Tag des Eisprungs lässt sich oft spüren - ideal für Frauen, die Schwanger werden wollen - © depositphotos.com @ 5seconds

Was ist ein Eisprung?

Wenn sich eine Eizelle zur Mitte des Monatszyklus vom Eierstock ablöst, so nennt man dies Eisprung. Eine Eizelle reift im Körper der Frau durchschnittlich etwa alle 28 Tage heran. Der Eisprung findet hingegen ungefähr 14 Tage nach dem ersten Tag der letzten Periode, also wie schon erwähnt, in der Zyklusmitte statt. Der Eisprung und die Wissenschaft dahinter eignen sich gut für Frauen, zum Beispiel aber auch für Paare, wenn es um die gemeinsame Kinderplanung geht. Denn in der unmittelbaren Zeit um den Eisprung herum sind Frauen am fruchtbarsten, da die Empfänglichkeit ihr Maximum erreicht. Der Eisprung wird auch Ovulation genannt. Die Eizelle, monatlich werden etwa zwischen 15 und 20 gebildet, löst sich vom Eierstock (Ovar).

Wie lange dauert ein Eisprung?

Durch den Eisprung hat eine Frau die Chance, mit maximaler Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Der zeitliche Rahmen hält sich dabei jedoch in Grenzen. Eine Eizelle, die sich gelöst hat, kann über einen Zeitraum von 24 Stunden befruchtet werden. Da Spermien zwischen drei und fünf Tage im Körper einer Frau überleben können, beginnt der optimale Zeitraum für die Befruchtung zwei Tage vor dem Einsetzen des Eisprungs und endet am Tag nach der Ovulation.

Welche Symptome deuten auf einen Eisprung hin?

Es gibt zahlreiche Anzeichen, anhand derer eine Frau messen bzw. kontrollieren kann, wann und ob ihr Eisprung bevorsteht. Generell bietet es sich an, das Verhalten des eigenen Körpers zu beobachten, denn Kenntnisse über den eigenen Körper schaden bekanntlich nicht.

Mittelschmerz

Manche, wohl gemerkt nicht alle Frauen leiden während des Eisprungs am so genannten Mittelschmerz. Es handelt sich während der Phase des Eisprunges um einen unangenehmen Schmerz im Unterleib, der auch in Bezug auf die Lokalisierung von Frau zu Frau abweicht. Der Schmerz wird im linken, manchmal im rechten Unterbauch, sogar teilweise im Rücken oder in den Beinen wahrgenommen. Dabei könnte es sich um minutenlange, teilweise aber auch um stundenlange Schmerzen handeln. Warum es zu diesem Schmerz kommt, ist im Übrigen wissenschaftlich nicht bewiesen.

Basaltemperatur

Die Basaltemperatur kann ebenso Aufschluss über den Eisprung geben. Bei der Basaltemperatur handelt es sich um die Körpertemperatur direkt nach dem Aufstehen. Sie sollte rektal oder vaginal gemessen werden. Eine Messung bietet sich vor allem an, um herauszufinden, ob ein Eisprung schon stattgefunden hat. Denn während der Ovulation steigt die Basaltemperatur um bis zu 0,6 Grad Celsius an.

Zervixschleim

Ein weiterer Indikator für den Eisprung kann eine Veränderung des Zervixschleims, sprich des Gebärmutterhalsschleimes sein. Dabei verändert sich die Konsistenz des Schleimes, der an den besagten Tagen als „spinnbarer“ beschrieben wird. Zudem ist er heller und leicht verflüssigt, was den Spermien hilft, damit sie leichter zur Gebärmutter gelangen können.

Muttermund

Der Muttermund ist während des Eisprungs weich und leicht geöffnet. Um dies zu ertasten, sind allerdings etwas Erfahrung bzw. gute Kenntnisse über den eigenen Körper vonnöten.

Ovulationsblutungen

Zu guter Letzt können leichte Ovulationsblutungen auftauchen, die allerdings nicht mit der Periodenblutung zu vergleichen sind. Der Schleim des Gebärmutterhalses ist rötlich bis braun verfärbt, was am veränderten Hormonspiegel liegt. Diese leichte Blutung geht außerdem nicht mit Schmerzen einher.

Spannende Brüste, Lust auf Sex

Auch spannende Brüste und eine erhöhte Lust auf Sex weisen auf den eintretenden Eisprung hin. Letzten Endes gibt es aber wie gesagt keine Symptome, die zwanghaft und unbedingt auftreten müssen. Jeder Eisprung und damit auch die entsprechenden Symptome laufen bei jeder Frau individuell und unterschiedlich ab.

Hilfsmittel

Neben diesen körperlichen Symptomen, Anzeichen und Indizien gibt es auch künstliche bzw. technische Hilfsmittel, die dabei helfen können, den Eisprung zu ermitteln. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Eisprungrechner (bzw. Eisprungkalender, der sich allerdings nur bei einem relativ regelmäßigen Zyklus eignet), Ovulationstests (LH-Test, bei dem das Vorkommen des Hormons LH getestet wird und bei positivem Ergebnis der Eisprung in der Regel in den nächsten 24 bis 36 Stunden eintritt), sowie Zykluscomputer zu nennen.

Fazit

Anzeichen und Symptome, die auf einen Eisprung hindeuten, gibt es genug. Wie bereits erwähnt gelten diese Symptome aber nicht als universell. Es empfiehlt sich also, den eigenen Körper als Frau in der entsprechenden Phase, 14 Tage nach Ende der letzten Periode, genau zu beobachten, um feststellen zu können, wie sich der Körper auf die fruchtbarsten Tage im Zyklus einstellt. Wem die Körperkontrolle gut gelingt, der hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung und schließlich auf Nachwuchs und weiß, warum und wann sich der Körper wie verhält.