Pickel bei Teenagern: Ursachen und Lösungen

Mädchen drückt Pickel aus
Pickel können einen Teenager schwer belasten - © depositphotos.com @ alexraths

Wenn das eigene Kind sich langsam zum Erwachsenen entwickelt, dann zeigen sich die ersten Anzeichen für den Eintritt ins Teenageralter oft an der Haut. Viele junge Menschen bekommen lediglich ein paar kleine Unreinheiten, andere haben mit dicken Eiterpickeln zu kämpfen. Aber woran liegt das? Und vor allem: Was können Teenager aktiv für ein besseres Hautbild tun?

So entstehen Pickel während der Pubertät

Unsere Haut produziert laufend Fett, um die Oberfläche geschmeidig zu halten und sich vor Erregern zu schützen. Die Produktion des körpereigenen Hautfetts wird hauptsächlich durch Hormone gesteuert. Da der hormonelle Haushalt gerade in der Pubertät aus den Fugen gerät, schlägt sich die Umstellung auch im Hautbild nieder. In der Folge produzieren die Drüsen in der Haut vermehrt Talg. Diese Ablagerungen können die feinen Hautporen verstopfen und zu Pickeln und Mitessern führen. Wenn sich Bakterien ansiedeln, ist das Unheil vorprogrammiert: Die Pickel entzünden sich und fangen oftmals an zu eitern.

Stress, Make-up und schlechte Lebensumstände führen zu Pickeln

Auch junge Menschen leiden heute unter zunehmenden Stress. In der Schule steigt der Druck, weil die Jugendlichen gute Noten erzielen sollen. Zudem kommen weitere Faktoren hinzu, wie das erste Verliebtsein und die Unsicherheit bezüglich des eigenen Körpers. All diese Umstände führen zu einem erhöhten Stresspegel während der Pubertät. Psychische Leiden machen sich bei vielen Menschen im Hautbild bemerkbar. Aus diesem Grund verschlimmern sich auch eine Akne oder andere Hautkrankheiten, wenn es Menschen psychisch schlechter geht. Stresshormone beeinflussen die sogenannten körpereigenen Antibiotika. In der Folge können Stoffe, welche gegen Mikrobakterien eingesetzt werden, nicht mehr so einfach hergestellt und transportiert werden. Weil diese Stoffe entzündungshemmend wirken, können sich Bakterien durch deren Wegfall weitaus besser ausbreiten und entzünden sich häufiger.

Gerade Mädchen nutzen heute bereits sehr früh diverse Kosmetika, um ihr Äußeres vermeintlich zu verbessern. Doch die frühe Leidenschaft für Make-up und Co. hat einen hohen Preis. Wenn sich die Haut gerade mitten in der Phase des Umschwungs befindet, kann sie äußere Belastungen nur schwer vertragen. Daher schlagen sich besonders schlecht verträgliche Kosmetika sofort im Hautbild nieder. Die Folge: Die Teenager versuchen, den bereits entstandenen Schaden mit noch mehr Make-up zu kaschieren. Ein Teufelskreis beginnt. Wenn sich die betroffenen Mädchen abends vor dem Zubettgehen nicht adäquat abschminken, so fehlt der Haut außerdem die wichtige nächtliche Phase der Regeneration. Auch das wirkt sich negativ auf die Pickel aus.

Rauchen, der Konsum von Alkohol und eine unausgewogene Ernährung schlagen sich ebenfalls im Hautbild nieder. Das gilt für Erwachsene und Teenager gleichermaßen. Wer zudem zu wenig trinkt, erhöht das Risiko, dass sich aus gewöhnlichen Pubertätspickeln eine Akne entwickelt.

Schlechte Haut wirkt sich auch auf Psyche aus

Gerade in dem heiklen Alter zwischen zwölf und achtzehn Jahren sind junge Menschen empfindsam. Nur die wenigsten Teenager verfügen in diesen jungen Jahren über ein großes Selbstbewusstsein. Wer in der Schule oder während der Ausbildung durch eine besonders unreine Haut oder akute Pickel auffällt, hat es schwer. Leider werden Teenager mit schlechter Haut häufiger zum Ziel bösartiger Attacken oder echtem Mobbing. Je älter die Teenager werden, desto weniger spielt das allgemeine Äußere und die Haut eine Rolle – doch bei Heranwachsenden können Hänseleien seelische Narben hinterlassen. Im Hinblick auf die Psyche ist es daher besonders wichtig, aktiv etwas gegen die schlechte Haut zu unternehmen.

Hausmittel helfen sanft gegen Pickel

Es gibt diverse Hausmittel, die aktiv gegen Entzündungen wirken. Natürlich Gels und Tinkturen mit Aloe Vera können ebenso helfen wie reines Teebaumöl oder Zinkpasten. All diese Mittel haben eines gemeinsam: Es handelt sich um milde Stoffe, die effektiv gegen Entzündungen helfen. Allerdings verträgt nicht jeder Mensch jedes Mittel gleich gut. Wenn allergische Reaktionen auftreten, sollten andere natürliche Alternativen ausprobiert werden. Auch reine Kamille kann direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetupft werden. Je länger die Hausmittel einwirken können, desto besser.

Vitamine für ein besseres Hautbild

Generell sollten sich Teenager mit unreiner Haut möglichst ausgewogen ernähren. Der Verzicht auf Fett, Zucker und Fertigprodukte macht viel aus. Zusätzlich kann die Einnahme von Tabletten mit Vitamin B5 oder Zink dabei helfen, die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Viel frisches Obst und Gemüse sowie klares Wasser schwemmen mögliche Giftstoffe aus und erleichtern den Transport körpereigener reinigender Stoffe.

Ausdrücken lassen nur bei der Kosmetikerin

Auch wenn es schwerfällt: Auf keinen Fall sollten Teenager die Pickel auf eigene Faust ausdrücken oder anderweitig bearbeiten. Der Gang zur Kosmetikerin ist hingegen empfehlenswert, wenn aktiv etwas gegen die Pickel unternommen werden soll. Profis reinigen die Haut aus und sorgen auf diese Weise dafür, dass die Poren endlich wieder frei von Talg und Bakterien sind. Hierbei wird speziell darauf geachtet, dass keine unschönen Narben zurückbleiben. Eine professionelle Ausreinigung führen die meisten Kosmetikstudios zu moderaten Preisen durch.

Schminken in Maßen

Zu guter Letzt gibt es vor allem für weibliche Teenager eine wichtige Regel: Wer Make-up benutzt, der muss sich abends gründlich abschminken. Zusätzlich sollte die Haut mindesten an zwei bis drei Tagen in der Woche nicht geschminkt werden.