Stillkissen

Mutter mit Baby und Stillkissen
Mutter mit Baby und Stillkissen - Foto: jolopes / depositphotos.com

Im Leben geht es häufig darum, Haltung zu bewahren. Das mag auf einer tieferen Ebene der Bedeutung zutreffen, doch natürlich trifft das auch auf das Äußere zu. Will man innerlich Haltung zeigen, sollte das auch häufig nach außen abstrahlen. Eine gute Haltung drückt Selbstvertrauen aus und hilft dabei noch dem eigenen Körper, sich zu stabilisieren. Unsere Arbeit vor dem Computer verursacht bei vielen Menschen Haltungsschäden, da die nötige Bewegung und der Sport ausbleiben. Eine Phase, in der Haltung ganz besonders ist, beginnt bei Frauen, wenn sie schwanger werden und ihr Kind erwarten. Denn mit dem zunehmenden Gewicht wird der Rücken der Frau natürlich umso mehr belastet und gefordert. Ist das Kind dann erst einmal auf der Welt, ist ebenso Haltung gefragt, denn braucht das Kind einerseits eine zuverlässige Stütze, doch die frisch gebackene Mutter sollte genauso gesund bleiben und sich ihr Skelett nicht endgültig verderben. Damit all dies und noch viel mehr gelingen kann, gibt es eine entsprechende Erfindung, die in diesem Zusammenhang Abhilfe schaffen kann: Stillkissen!

Was sind Stillkissen?

Stillkissen sind bestimmte Kissen, die für eine angemessene Körperhaltung beim Stillen sorgen. Es ist bis zu zwei Metern lang, erfüllt neben der eigentlichen Stabilisierung beim Stillen aber auch noch andere Aufgaben und Funktionen.

Funktion und Vorteile

Neben der Stabilisierung beim Stillen kann ein Stillkissen auch dafür genutzt werden, dass das Baby gelagert wird, dass es eine entsprechende Umrandung des Bettes erhält und dass es für Sitzversuche des Babys da sein kann, um auch dabei zu einer Stabilisierung beizutragen.

Das Kissen wird um den Bauch der Mutter oder auf die Beine gelegt. So entsteht eine entsprechende Ablage, auf der das Baby liegen kann. Für das Stillen wird so eine ideale Position erreicht und die Mutter entlastet ihren eigenen Rücken, da sie nun beide Hände frei hat. Doch schon zur Zeit der Schwangerschaft, wenn also das Kind noch nicht auf der Welt ist, kann die Sitz- bzw. Liegeposition der Mutter stabilisiert werden.

Stillkissen sind inzwischen in verschiedenen Formen erhältlich. Bananenförmige Stillkissen findet man in Deutschland am häufigsten. Man findet ebenso gerade, wie auch rund zugeschnittene Kissen. Manchmal werden bananenförmige Stillkissen zur Stabilisierung eingesetzt, während kleinere Stillkissen dann für das eigentliche Stillen gedacht sind.

Füllung und Bezug

Meistens werden solche Stillkissen mit Baumwollstoff gefüllt. Es gibt aber auch Bezüge, die aus Jersey oder Nicky bestehen. Als Inhaltsstoffe dienen zumeist EPS und EPP. Bei EPP handelt es sich um Polypropylen-Schaum. Diese Stoffe haben den Vorteil, dass sie leicht und waschbar sind. Der Inhalt, der aus kleinen Kugeln besteht, ist flexibel, lässt sich daher gut anpassen und sorgt letzten Endes für die nötige Stabilität. Weitere Füllungen bzw. Bezüge und deren Nachteile werden im Folgenden diskutiert.

Eventuelle Nachteile

Im Prinzip ergeben sich für Schwangere und ihre Kinder keine Nachteile bei der Benutzung eines Stillkissens, vorausgesetzt, es werden die entsprechenden Positionen auch richtig umgesetzt, damit das Kissen zur besseren Haltung beitragen kann, statt sie womöglich auch noch zu verhindern. Ansonsten können individuelle Nachteile eventuell noch je nach Stoff des Kissens entstehen. Hier sollte man sich im Vorfeld natürlich entsprechend informieren, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Natürlich geht es auch darum, was einem selbst beim Kauf wichtig ist. Faktoren, die beim Kauf eine Rolle spielen, sind beispielsweise die Geräuschbildung, die Pflegeintensität, die Anpassungsfähigkeit oder die Tatsache, wie widerstandsfähig solche Kissen sind bzw. wie sie Gerüche vertragen.

Handelt es sich beispielsweise um große EPS-Perlen, können diese letztlich dazu führen, dass die Geräusche, die vom Kissen erzeugt werden, zu laut sind. Polyester-Kissen können wiederum den Nachteil haben, dass sie nicht entsprechend nachgeben und damit in puncto Anpassung ein Nachteil entsteht. Baumwolle als Inhalt hat ebenfalls den Nachteil, dass die Anpassungsfähigkeit des Kissens erschwert wird. Außerdem ist es möglich, dass Baumwoll-Kissen Gerüche absorbieren, weshalb die Kissen entsprechend gepflegt werden müssen. Naturfüllungen vermindern zwar beispielsweise die Gefahr für Schadstoffe, doch sind diese womöglich nicht waschbar, müssen intensiv gepflegt werden, sind letzten Endes nicht sehr lang haltbar und verursachen ebenso Geräusche.

Fazit

Letzten Endes bietet sich ein Stillkissen für Schwangere an, da die Haltung schon vor der Geburt des Kindes verbessert werden kann. Natürlich kann man sich so an das Kissen schon gewöhnen. Je nach Bedarf können weitere Kissen gekauft werden, sobald das Kind da ist, da das Kissen, wie bereits angesprochen, verschiedene Funktionen haben und damit beispielsweise auch eine Hilfe beim Flasche geben sein oder dafür benutzt werden kann, dass das Kind einen sicheren Rahmen hat und so zum Beispiel im Bett liegen kann. Das Stillkissen sollte natürlich frei von Schadstoffen sein, eine gute Qualität haben, pflegeleicht sein, eine Füllung haben, die den Ansprüchen des Kindes und der Mutter genügen und natürlich sollte auch die Größe stimmen. Beim Kauf sollte man also nicht zu geizig sein, denn schließlich lassen sich diese Kissen waschen, sodass man richtig einmalig etwas mehr investieren kann. Wurden beim Kauf die passenden Faktoren berücksichtigt, kann vom Stillkissen auf verschiedene Arten profitiert werden.